Die Brüderstraße // Eine Straße stellt sich vor...

11.7.18


In der Kategorie "Eine Straße stellt sich vor..." habe ich euch bisher zwei schöne Oldenburger Straßen präsentiert: die Roggemannstraße und die Bergstraße.

Doch bei der heutigen Vorstellung einer weiteren absolut sehenswerten Straße gibt es gleich zwei Besonderheiten


Zuallerst ist die Brüderstraße eine Ecke von Oldenburg, durch die ich sonst nicht komme und die ich vor zwei Jahren per Zufall bei einem meiner Kinderwagenspaziergänge entdeckt habe (und mich sofort in sie verliebt habe). Damals steckte der Blog ja auch noch in den Kinderschuhen und als ich so durch diese Straße ging und jedes Haus bezaubernder als das davor fand, kam mir plötzlich die Idee, Oldenburger Straßen auf dem Blog vorzustellen. Das war also die Geburtsstunde von "Eine Straße stellt sich vor...". Mein Gedanke dahinter: wirklich jede/r Oldenburger/in sollte einmal hierhin kommen!

Blick von der Brüderstraße Richtung Pferdemarkt

Vielleicht fragt ihr euch nun, warum ich dann nicht die Brüderstraße als erste Straße präsentiert habe, wenn sie schließlich die Inspiration zur Blogkategorie gegeben hat. Tja, geplant war das schon, aber vor lauter Alltagshektik bin ich leider nicht mehr dorthin gekommen und habe mich dann damals für die Roggemannstraße entschieden, die gleich bei mir um die Ecke liegt.
 
Flyer zur Ausstellung gibt es beim Haus Nr. 6
Aber im Nachhinein hat die Tatsache, dass ich erst letzte Woche wieder in dieser Straße war, auch ihr Gutes. Denn so konnte ich eine zweite Besonderheit entdecken: in der Brüderstraß gibt es zur Zeit eine Ausstellung! "Eine Ausstellung in einer Straße?" Ja! Richtig gelesen! Die Häuser sind quasi die Exponate und führen euch durch ein Stück Oldenburger Geschichte!


Durch ihre zentrale Lage hat die Brüderstraße schon einiges gesehen: z.B. die Umgestaltung des Pferdemarkts und den Bau der Eisenbahnbrücke. Die Geschichte der einzelnen Gebäude lässt sich manchmal an der Fassade ablesen, meist aber nicht (z.B. werden zwei Gebäude, die ehemals eine Reithalle und eine Schule waren heute als Wohnraum genutzt).

Der Blick in die Fenster gibt Aufschluss über das Leben in der Brüderstraße in den letzten 155 Jahren

Zum 155. Geburtstag der Straße haben (ehemalige) Bewohner/innen der Brüderstraße ein Mammutprojekt gestemmt: die Geschichte der Straße aufarbeiten und für die Oldenburger/innen und Besucher/innen transparent machen. Das funktioniert mit alten Fotos und QR-Codes in den Fenstern und einem Ausstellungsbuch, das man gegen eine Spende erwerben kann.

Der QR-Code im Fenster lässt sich mit dem Handy scannen und verweist auf die Homepage des Projekts mit vielen Informationen zum jeweiligen Haus

Ein Besuch der Brüderstraße lohnt sich wirklich immer, aber wenn ihr es irgendwie einrichten könnt, spaziert doch bis zum 09. September 2018 ("Tag des offenen Denkmals") vorbei und schaut euch diese tolle Ausstellung an, die mit so viel Liebe und Begeisterung auf die Beine gestellt wurde.


Fazit: die Brüderstraße ist wirklich meine Lieblingsstraße in Oldenburg! Oder habe ich das über die Roggemannstraße schon gesagt? Oder über die Bergstraße? Hm... ihr seht, es ist unmöglich (für mich) eine Lieblingsstraße in Oldenburg zu haben! Es gibt einfach so viele schöne Ecken, die mit wunderschöner Architektur, hübschen bunten Fassaden oder grünen Stadtoasen aufwarten...

Wo früher nur gepaukt wurde, wird heute gelebt
 Na immerhin geht mir dann die Arbeit nicht aus und ich kann euch noch viele viele weitere schöne Straßen vorstellen! Die nächste ist schon in Planung - aber welche das sein wird, wird noch nicht verraten... ;)

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