10 Dinge die du noch nicht über Oldenburg wusstest

11.4.17

1. Die Critical Mass in Oldenburg ist eine der größten in Deutschland... (in Relation zur Einwohnerzahl)



Critical Mass? Noch nie gehört? Aber vielleicht schon mal gesehen. An jedem letzten Freitag im Monat treffen sich abends viele Fahrradbegeisterte in Oldenburg, um als "kritische Masse" durch die Straßen zu fahren und auf die Belange von Radler/innen aufmerksam zu machen. Doch die Critical Mass ist keine Demo im klassischen Sinn, sondern eine weltweite Bewegung (Achtung, Wortwitz!).
Und wohin passt so eine radelnde Bewegung besser als in die Fahrradstadt Oldenburg? Also wenn ihr am 28. April noch nichts vorhabt, seid dabei, schnappt euch euren Drahtesel und andere Mitstreiter/innen, fahrt zum Bahnhof und werdet Teil dieser kreativen Aktion!


2. Im Oldenburger Computermuseum kann jeder von uns nochmal 13 sein...

Damals im Italienurlaub waren mein Bruder und ich fasziniert von den vielen Spielautomaten, die in jedem Strandcafé/-kneipe/-kiosk standen und verführerisch vor sich hin geduldet haben. Leider durften wir nur selten unser Lire-"Vermögen" (diese vielen Nullen auf den Münzen und Scheinen...) in die Automaten schmeißen. Umso schöner war es für mich, als ich das erste Mal im Oldenburger Computermuseum war, wo sich in einem Raum zig dieser Dinger aneinanderreihen.
Da es sich in geselliger Runde noch besser spielen lässt, veranstaltet das Computermuseum regelmäßige Arcade-Tage, bei denen du für nur 7€ etwas Unbezahlbares bekommst: die Wiederentdeckung deiner Jugend ;)
(Pssst, nächster Termin: 18. Mai 2017)


3.  In unserer schönen Stadt wurde 1870 die erste Postkarte verschickt...


Die erste deutsche bebilderte Postkarte ist wahnsinnig unspektakulär. Ja, das Wort "Ansichtskarte" ist für das beidseitig beschriebene Papier mit einer kleinen Zeichnung in der einen Ecke wirklich hoch gegriffen. Aber dennoch. Es war offiziell die erste Postkarte auf deutschen Boden und sie entstand in Oldenburg. Ihr folgten später natürlich noch weitere - mit mehr Bild und weniger Text. Und bis zur Erfindung von Instagram war die Postkarte zurecht sehr populär und vor allem das einzige probate Mittel für Urlauber/innen, Daheimgebliebene neidisch zu machen.
Also schickt doch mal wieder eine Postkarte. An einen lieben Menschen. Aus der Stadt, in der die Postkarte erfunden wurde.


4. Das "Wallkino" war (bis zu seiner Schließung 2007) das älteste noch betriebene Kino in Norddeutschland...

Mit dem Wallkino verbinden viele Oldenburger/innen schöne Erinnerungen: das erste Popcorn, der erste Kuss oder Kinoabende, die man in einer Kneipe auf der Wallstraße um die Ecke ausklingen lassen konnte. Seit der Schließlung 2007 eint die Oldenburger/innen die Trauer um ein Stück historischer und persönlicher Stadtgeschichte und das Ärgern über sinnlose Immobilienspekulanten. So steht das Wallkino als totes Denkmal einer vergangenen Zeit bereits seit zehn Jahren unverändert am Rande des Stadtzentrums. Schade, dass es wahrscheinlich nie wieder seinen einstigen Glanz zurückerhalten wird.


5. Der berühmter Mediziner Wilhelm Heinrich Schüßler wurde auf dem Gertrudenfriedhof beerdigt...


Wenn es hier zwickt und da zwackt, greifen viele Deutsche zu einem der vielen Schüßler-Salze. Doch nur wenige Oldenburger/innen wissen, dass der Erfinder dieser homöopathischen Präparate in Oldenburg begraben liegt.
Für diejenigen, die jetzt nur Bahnhof verstehen: Ob Magnesium gegen hohes Cholesterin, Natrium gegen Wurmbefall und Kalium gegen Zahnfleischbluten - jedes Schüßler-Salz hat sein spezifisches Einsatzgebiet und hilft seit dem 19. Jahrhundert gegen alltägliche Zipperlein.
Der schöne, historische Getrudenfriedhof (an der Ecke Alexander-/Nadorsterstraße) ist im Übrigen auch einen Besuch wert, wenn man nicht totaler Schüßler-Fan ist.


6. Im Cäcilienpark leben wilde Tiere...

Wer morgens vor halb 7 mal am Cäcilienpark in der Oldenburger Innenstadt vorbeigeradelt ist, weiß, dass ein Rascheln im Gebüsch nicht unbedingt auf einen Dieb hindeutet. Statt eines Langfingers springen dort nämlich putzige Kaninchen aus dem Unterholz und schauen einen mit treuen Augen an. Man munkelt, dass es Nachfahren von jenen berühmten Kaninchen sind, die jahrelang am Pferdemarktkreisel gewohnt und dort leider einige Unfälle verschuldet haben ("Oh, schau mal, ein süßes Ka...-BUM!").


7. Der sagenumwobene Schnullerbaum im Eversten Holz existiert tatsächlich...


Irgendwann ist die Zeit des Abschieds gekommen und kleine Schnullerliebhaber müssen sich von ihrem allgegenwärtigen Trostspender trennen (Zahnärzte empfehlen den 3. Geburtstag als Stichtag). Doch wie kriegt man die Trennung ohne größeren Herzschmerz und Weinkrämpfe über die Bühne? Man überlegt sich eine schöne Geschichte! "Die Schnullerfee holt den Nulli heute Nacht und gibt dir dafür ein schönes Geschenk" oder "Der Wassermann braucht die Schnuller für andere Kinder" oder man nutzt einen Schnullerbaum. Dort werden die ausgenuckelten Plastikdinger einfach ins Geäst gehängt und das Kind kann sich zeremoniell vom geliebten Schnulli verabschieden. Danach sollte man nur nicht wieder dran vorbei fahren ;) Deshalb liegt dieses Exemplar im Eversten Holz auch etwas abgelegen...


8. Im Botanischen Garten gibt es ein echtes Axolotl zu bestaunen...

Axo-what??! Bevor ihr jetzt zu googeln anfangt, kläre ich euch auf: Ein Axolotl ist ein exotisches Tier, das bestimmt Pate für einige Aliens in den Star Wars-Filmen stand... hübsch ist wirklich was anderes. Der mexikanische Schwanzlurch lebt im Wasser und sieht aus wie direkt aus der Urzeit entsprungen. Und genau solche "Wassermonster" (was der Name Axolotl bedeutet) gibt es bei uns hier in Oldenburg, versteckt im Botanischen Garten (hinter den großen Vogelvolieren). Doch egal, ob schön oder nicht, man muss ihn definitiv mal gesehen haben.


9. Es gibt viele viele Oldenburgliebhaber auf Instagram...

Seitdem ich nicht mehr bei Facebook (und Whatsapp) bin, verbreite ich meine Blognews über Telegram (Messenger) und Instagram. Und bei Instagram tauchen täglich (beinahe stündlich) wundervolle Fotos von Oldenburg auf. Das liegt auch an den vielen vielen neuen Accounts, die sich komplett nur um unsere schöne Stadt drehen. Wenn ihr also auch bei Instagram seid, abonniert neben meiner Seite (@deroldenburgblog) doch auch diese hier:



10. Den Schlossgarten könnt ihr bald auch als Hörspiel erleben...


Von Christian Gude und seiner tollen Idee mit den Oldenburger "Hörgängen" habe ich euch ja schon im August berichtet. Und vielleicht habt ihr ja schon eins der fünf Hörspiele (im PFL / am Pferdemarkt / am Alten Rathaus / am Markt / in der Katharinenstraße) selbst erlebt.
Nun steht ein neues Hörspiel in den Startlöchern. Diesmal entführt uns Christian Gude in den wunderschönen Schlossgarten. Doch es gibt im Vergleich zu den letzten Hörspielen eine wichtige Neuerung: der Hörgang "Schlossgarten" wird auf plattdeutsch verfügbar sein. Wann das neue Hörspiel Premiere feiert und online verfügbar sein wird, steht noch nicht fest, aber ich werde euch rechtzeitig informieren und mich als Bayerin auch mutig dem pattdeutschen Spaziergang im Selbstversuch stellen.

Ich hoffe, dass ihr einiges Neues über Oldenburg erfahren konntet.
Was wusstet ihr schon und was hat euch überrascht?
Und was wisst ihr über Oldenburg, das andere vielleicht nicht wissen?


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