World Press Photo 2016 - Ausstellung // Zum zweiten Mal im Schloss

7.3.17


Es ist Samstagnachmittag, das Wetter verspricht gut zu werden und die Oldenburger Innenstadt ist proppevoll mit Menschen (und geparkten Fahrrädern).

Doch mich zieht es nicht in die Einkaufsläden, sondern ins Schloss. Dort sind nämlich zur Zeit wieder die besten Pressefotos, die vergangenes Jahr gekürt wurden, zu bewundern. 



Nachdem die Ausstellung letztes Jahr schon DER Renner im Schlossmuseum war, stand natürlich zu befürchten, dass ich diesmal wieder nicht alleine mit meinem Vorhaben bin.

Ich habe ja letztes Jahr (siehe hier) schon über die hohe Besucherzahl an einem Mittwochnachmittag gemeckert und wünschte mir nun aber diese 50 Personen zurück. Letzten Samstag waren nämlich gefühlt dreimal so viele gleichzeitig in der Ausstellung - teilweise auch in drei parallel laufenden öffentlichen Führungen...

Rohan Kelly, erster Preis in der Kategorie Natur

Meine Fotos zeigen natürlich keinen einzigen dieser Besucher, weil ich Hemmungen habe, fremde Menschen auf dem Blog zu veröffentlichen (die müsste ich dann ja extra ansprechen und fragen, etc.pp.).

Also wartete ich mit dem Fotografieren immer bis die Menschentraube weitergezogen ist. 


Doch nicht nur die vielen Mitinteressenten, sondern auch noch andere Dinge waren im Vergleich zum letzten Mal anders:

Zum Einen habe ich fast keine klare Einteilung der Fotos erkannt; Natur und Sport verschwimmen bei einigen Aufnahmen zum Beispiel immer wieder mit Gesellschaft und Politik. Zum anderen fand ich die Bilder fast noch brutaler als im Jahr zuvor.

Am Ende meines Rundgangs hatte ich wieder ein beklemmendes Gefühl auf der Brust. Flüchtlinge, Nordkorea, Rassenunruhen in den USA, Kindesmisshandlungen in afrikanischen Internaten - die Welt ist alles andere als ein heiler Ort...

Blick von oben: Greg Nelson, zweiter Preis in der Kategorie Sport

Der Inhalt und die Ästhetik der Bilder ließen sich für mich diesmal nicht klar voneinander trennen. Nur wenige Bilder fand ich "schön", die meisten waren eher aufrüttelnd. Doch das ist schließlich auch ein Aspekt dieser großen, weltweiten Ausstellung: Aufmerksamkeit für Probleme und Misstände. Guter Journalismus muss eben die - wenn auch schonungslose - Wahrheit porträtieren und mitteilen.

Eines meiner Favoriten: Foto von Matic Zorman, erster Preis in der Kategorie Menschen

Frühlingsfest in Spanien, festgehalten von Daniel Ochoa de Olza

Doch dafür habe ich diesmal - im Gegensatz zum letzten Jahr - sofort MEIN World Press Photo 2016 gefunden. Es hat einfach eine solche starke Wirkung und Kraft, das es mich wirklich immer noch beeindruckt. Welches Foto es ist, könnt ihr auf meinem Instagram-Account sehen.

Und ihr? Habt ihr die Ausstellung schon besucht? Welches ist euer "Lieblings"foto (alle Siegerfotos gibt es wie immer auch auf der Homepage von WorldPressPhoto)

Das Landesmuseum im Oldenburger Schloss zeigt die "World Press Photo 2016"-Ausstellung noch bis zum 12. März.
 
Eintrittspreise und Öffnungszeiten findet ihr hier.

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