Die Roggemannstraße // Eine Straße stellt sich vor

13.4.16


Wenn man Oldenburger/innen fragt, was das Schönste an ihrer Stadt ist, sagen viele: die wenigen Hochhäuser, die vielen Altbauten und die historische Innenstadt. Das "Gesicht" von Oldenburg - und damit meine ich sowohl seine Architektur als auch seine grünen Inseln - wird von vielen als schön und lebenswert empfunden. Mir geht es da nicht anders.

Und damit alle Nicht-Oldenburger/innen sehen, wie schön diese Stadt ist, zeige ich euch in der Kategorie Eine Straße stellt sich vor in Zukunft sehenswerte und interessante Straßen von Oldenburg. Und bestimmt gibt es auch für diejenigen, die hier wohnen, noch einiges Unbekanntes zu entdecken. 




Den Anfang macht die Roggemannstraße. Sie liegt am Rande des Dobbenviertels und verbindet die Gartenstraße (die am Schlossgarten entlang führt) und die Roonstraße (die am Staatstheater beginnt) beziehungsweise den angrenzenden Cäcilienpark.



Das Dobbenviertel wird nicht ohne Grund in allen Reiseführern über Oldenburg angeprießen. Hier baute sich einst das - zeifelsohne reiche - (Groß)Bürgertum einen stattlichen Wohnsitz. Und genau diese Häuser stehen auch heute noch in Reih und Glied und konkurrieren um den Titel "schönste Fassade".


Mit ihren Details und filigranen Elementen bringen die Häuser der Roggemannstraße die Passanten dazu, an ihnen hinauf zu blicken und sich zu wünschen, in einem von ihnen zu wohnen. Oh, entschuldigt bitte, wenn ich hier nur von mir auf andere schließe.



Gerade im Frühling, wenn die Magnolien blühen und die Sonne die hellen Fassaden der "Hundehütten" erstrahlen lässt, ist die Roggemannstraße am Schönsten.




Typisch für viele der Häuser ist ein Baustil, der hierzulande als "Oldenburger Hundehütte" bekannt wurde
Jedes Haus dieser Straße hat seinen eigenen Charme. Doch das Herzstück und der Liebling vieler Architekturbegeisterter ist das sogenannte "Gelbe Schloss".

Das 1887 im Stil der Neorenaissance erbaute Haus ragt imposant über alle anderen Häuser hinweg. Sein Spitzname ist übrigens ein Querverweis auf das Oldenburger Schloss (das wirklich gelb ist) und spielt auf die ähnlichen Ornamente beider Gebäude an.








Das "Gelbe Schloss" könnte aber auch Nicht-Oldenburger/innen bekannt sein, denn es war schon mehrfach im Fernsehen zu sehen. Zum Beispiel in einem Niedersachsen-Tatort mit Maria Furtwängler, der 2009 hier gedreht wurde. Oder in der Romantikkomödie "Schlaflos in Oldenburg" (2010).








An der Ecke zur Bismarckstraße, kurz vor dem Cäcilienplatz, endet unser Spaziergang durch die Roggemannstraße. Undzwar an einem schönen, spitz zulaufendem Gebäude mit einem kleinen Garten, der neben den schnurgeraden Hecken und abgeschotteten Gärten der Roggemannstraße durch seine charmante "Wildheit" ins Auge fällt.


Na wie gefällt euch die Roggemannstraße? Wart ihr schon mal dort? Und welche ist eigentlich eure Lieblingsstraße in Oldenburg? Ihr dürft mir gerne Vorschläge für einen neuen Beitrag in der Kategorie Eine Straße stellt sich vor machen.

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1 Kommentare

  1. Diese Kategorie finde ich super! Egal wo ich hinkomme, ich wandere immer durch Straßen und stelle mir vor was für Leute dort leben oder gelebt haben. Zu gerne bin ich in Rostock immer durch die Steintor-Vorstadt gelaufen, die ähnelt ja diesem Viertel hier. Ein extra 'Schmankerl' wären natürlich noch alte Fotos von den Straßen wie sie vor Jahrzehnten ausgesehen haben. Das artet natürlich in ordentlich Arbeit aus weil man da um einen Besuch im Stadtarchiv nicht drum rum kommt, aber nur so als Idee. Ich finde sowas immer spannend.
    P.S. Hier noch ein kleiner Buchtipp, ein richtig tolles Buch!
    http://www.rowohlt.de/hardcover/pascale-hugues-ruhige-strasse-in-guter-wohnlage.html
    Lieben Gruß
    Claudia

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