Mit Lara durch das Dobbenviertel // Zeig mir dein Oldenburg!

1.11.18


Kommt mit! Lara zeigt mir das wunderschöne Dobbenviertel.

Lara macht heute den Anfang in einer Kategorie, die ich schon Ende letzten Jahres im Kopf hatte. Damals unter dem Namen:

"Zeig mir deinen Stadtteil"

Die Idee zur neuen Blogkategorie ist für mich total naheliegend: Oldenburg ist nämlich so vielfältig und unterschiedlich, dass ich es sehr spannend finde, mich auf unbekannte Wege zu begeben und die Stadt(teile) durch die Augen eines/r Anderen zu sehen.

Da das Dobbenviertel zwar bei mir direkt um die Ecke liegt, kenne ich mich recht gut dort aus, aber Lara hat mich auch noch mit einigen Informationen überraschen können...

Kommt einfach mit auf unseren Spaziergang!

Hier residierte früher die "Preußische Gesandtschaft", auch Preußenpalais genannt

Der Startpunkt an diesem herrlichen Tag ist die Villa am Cäcilienpark. "Welche Villa?", könnte man angesichts der restlichen Häuser jetzt fragen, aber gemeint ist natürlich das schöne frei stehende Backsteingebäude mit dem Türmchen, das ich euch schon im Artikel zum "Tag des offenen Denkmals" vorgestellt hatte ("Preußenpalais").

Lara ist auch ganz verliebt in dieses Haus, wie sie mir verrät und wer von euch kann das etwa nicht verstehen?

Typisch Dobbenviertel: Schöne Häuser wohin das Auge blickt

Wiese im Cäcilienpark

Gleich gegenüber der Villa befindet sich der Cäcilienpark, der vor lauter Grünflächen in Oldenburg gar nicht sofort ins Auge fällt. "Diesen Sommer wurde der Park allerdings viel stärker genutzt als noch die letzten Jahre", erzählt Lara, die nicht weit weg davon wohnt. Für Boule-Spieler ist der Park ja schon lange ein Magnet, was jeder weiß, der ab und zu hier vorbei kommt. "Die Jubelrufe der Spieler höre ich abends manchmal sogar im Schlafzimmer! Anfangs dachte ich, das wären irgendwelche Jugendlichen, die im Park feiern..." Von wegen, hehe. Hier scheint also Boule-technisch wirklich die Post abzugehen.

Zwei mit der gleichen Frisur: Lara und Helene Lange im Cäcilienpark

Wir verlassen den Park und überqueren die Hindenburgstraße. Ach nein, erstmal bleiben wir kurz stehen und betrachten die Häuserreihe an dieser Straße, in der ein Haus ganz besonders heraussticht: "Das kleine Haus". Was es damit auf sich hat, entdeckt man erst beim Näherkommen.

Das kleine Haus No.1 ist ein schnuckeliges Häuschen in der Hindenburgstraße...

...in dem man schöne Kleinigkeiten kaufen kann.

Denn: "Das Kleine Haus No.1" ist eine Art Deko-Geschäft mit Vintage-Touch und selbstgemachten, regionalen Produkten (z.B. Seifen). Die beiden Schaufenster sind immer (passend zur Jahreszeit) liebevoll dekoriert und Lara wirft hier immer wieder gerne einen Blick hinein. Zum Beispiel wenn sie auf dem Weg zu DEM Treffpunkt der Bewohner/innen des Dobbenviertels ist:

Früher "Das feine Lädchen", heute "Butterfly"
Da es gerade Sonntagvormittag ist, hat das Butterfly auch geöffnet und erwartet seine Kunden mit frischen Backwaren, Eiern und allem, was man für ein ausgiebiges Frühstück benötigt. Und das in Bio-Qualität! Lara zeigt mir ihre Lieblingsprodukte und schwärmt von den bereits gekochten Eiern, die sie sich manchmal sonntags holt und ich merke mir natürlich diesen Laden, um wann anders nochmal vorbeizukommen.

Laras Lieblingsaufstrich "Sultans Freude" landet regelmäßig in ihrer Einkaufstasche

Von Aufschnitt über Süßigkeiten, Getränke...
...sowie Obst und Gemüse gibt es hier alles, was das Anwohner/innen-Herz begehrt
Von diesem Schlemmer-Paradies kommen wir gleich zum nächsten, das nur einen kleinen Spaziergang durch beschauliche Seitenstraßen entfernt liegt. Vor den Toren des Eversten Holz befindet sich nämlich ein schönes, kleines Café namens "Cantuccini".

Im Sommer kann man hier auch auf der Terrasse sitzen


Dort wo früher mal ein typischer Stadtteilkiosk beheimatet war, nämlich in einem auffälligen Pavillon-Gebäude, finden wir heute selbstgebackene Kuchen und ein großes Frühstücksbuffet. Das "Cantuccini" ist bis auf den letzten Platz gefüllt und die Speisen sehen wirklich zum Anbeißen aus. Lara hat hier natürlich selbst schon gegessen, wie sie mir erzählt. "Das Frühstück ist super und die Café-Betreiberinnen sind immer freundlich. Allerdings muss man vorher einen Tisch reservieren!"

Welcher Kuchen soll es heute sein? Da fällt die Entscheidung schwer!

Wenn noch ein Platz frei gewesen wäre, hätten wir uns hier niedergelassen.
Lara hat noch ein paar Stationen vorbereitet und so ziehen wir schnell weiter, wieder vorbei an diesen tollen Häusern des Viertels, den sogenannten "Oldenburger Hundehütten". "Die sind wirklich ganz typisch für das Dobbenviertel", weiß Lara, die schon 3 Jahre hier wohnt.

Das Haus mit dem Efeu sticht neben den anderen ganz schön heraus

Könnte man auch als Villa bezeichnen: Stadthaus an der Ecke Hindenburgstr./Lindenallee

Unser Weg führt uns weiter die Hindenburgstraße entlang in Richtung Dobbenwiesen. In dieser Ecke geht Lara sehr gerne spazieren und genießt die Ruhe mitten in der Stadt. "Am liebsten würde ich in einem der Häuser in der Lindenallee wohnen, die einen Zugang zum Dobbenteich* und teilweise eigene Boote haben." Eigene Boote? Das muss ich sehen! Also bringt Lara mich zu einer Stelle, von wo aus wir diese Idylle gut erkennen können.

(*Wittschiebenteich)

Ein Haus am See - mitten in Oldenburg!

Hier wurde schon ein Tatort gedreht! Habt ihr ihn auch gesehen?
Gleich daneben liegt eine ganz markante Stelle, die viele viele Oldenburger/innen kennen (und auch manche Nicht-Oldenburger - aus dem Fernsehen)! Denn hier stehen zwei große historische Gebäude an einem Platz, der schon Drehort für eine "Tatort"-Folge war! Die Gebäude beherbergten früher mal den "Landtag des Großherzogtums" und das "Oldenburgische Staatsministerium". Jedenfalls sind sie sehr imposant und gut geeignet, um dort Fotos zu machen.

Säulengang vor dem ehemaligen "Landtag des Großherzogtums"

Lara und mich zieht es nach einer kurzen Verweilpause weiter ans Wasser und so biegen wir in die Tappenbeckstraße ein, um einen schönen Blick auf den Dobbenteich* zu haben. "Was für eine wunderbare grüne Stadtoase", findet auch Lara und kommt aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus.

(*Kaiserteich)

Laras Tipp: Um den Dobbenteich kann man schöne Spaziergänge machen...

Mein Tipp: ...und dabei tolle Fotos schießen!


Die Straße mit den schönsten Altbauhäusern, oder?

Wie es wohl wäre, hier zu wohnen?

"Eine Modebloggerin, die ich kenne, stellt sich regelmäßig in solche schöne Hauseingänge und macht immer super schicke Fotos vor den Türen", erzählt mir Lara und zeigt auf die Häuser in der Tappenbeckstraße, an denen wir nun vorbei kommen. Sie erinnern mit ihren Treppenaufgängen an typische Stadthäuser, wie man sie auch aus anderen Städten kennt.


Wir ziehen weiter Richtung Ofener Straße und überqueren fast die Grenze des Dobbenviertels: die Haaren. "Dobben bedeutet Schwemmwiese", weiß Lara. "Ich habe mal gehört, das Gebiet hier war früher nur als Überlaufbereich für die Haaren gedacht." - "Puh, gut, dass die nicht so oft überläuft", denke ich. Wäre ja schade um die schönen Fassaden!

Turnvater Jahn wacht über die Turnhalle am Haarenufer
So langsam befinden wir uns auf dem Rückweg und sind jetzt tatsächlich einen großen Kreis um beinahe das ganze Dobbenviertel gelaufen. In dieser Straße, dem Haarenufer, warten auf uns --- ihr wisst es bestimmt schon --- richtig: schöne Häuser! Inmitten der Wohnhäuser gibt es aber auch eine Schule, eine Turnhalle und ein paar Geschäfts- und Büroräume. Hier herrscht also oft reger Durchgangsverkehr - nur heute am Sonntag nicht.

Bei Sonnenuntergang ist das Haarenufer übrigens besonders schön und wird als Fahrradstraße von den Oldenburger/innen, wie schon gesagt, rege genutzt.

Herbst an der Haaren
Nachdem wir an der schönen Turnhalle des OTB neben der Cäcilienschule vorbei gelaufen sind, zeigt mir meine Begleiterin noch eins der wenigen Geschäfte im Dobbenviertel: ein Einrichtungsladen (Designer's House), der Lara immer mit seiner schönen (Blumen)Deko vor dem Eingang begeistert.

Herbstdeko vor einem Einrichtungsgeschäft
"Übrigens gehört der Friedensplatz auch noch zum Dobbenviertel", erzählt Lara und zeigt dabei hinter sich. "Im Café Flänzburch sitze ich auch gerne mal, weil es dort so gemütlich ist!"

Ein Blick nach oben lohnt sich auch in der Herbartstraße
Kurz vor dem Ende der Herbartstraße sind wir wieder an unserem Ausgangspunkt angekommen und Lara hat immer noch Tipps für mich!! "Wahnsinn, wie viel so ein vermeintlich ruhiger Stadtteil doch bietet", denke ich.

Sie zeigt mir eine feine, kleine Airbnb-Wohnung mit einem Mini-Garten vor der Tür und einen Verschenkkorb an einem Gartenzaun. "Hier habe ich schon ganz oft reingeschaut und sehe immer wieder Leute, die sich dort was rausnehmen."

Was für ein netter Abschluss unseres Spaziergangs.


Mit Lara hatte ich wirklich eine Dobbenviertel-Expertin an meiner Seite für diese erste Stadtteil-Erkundung. Ich hoffe, dass es euch auch gefallen hat und dass ihr das Dobbenviertel vielleicht nun auch mal genauer unter die Lupe nehmen wollt.

Der nächste Artikel der Stadtteil-Serie erscheint hier auf dem Blog am 01. Dezember 2018 und führt euch durch das nicht weniger schöne und benachbarte Haarenesch-Viertel. Ich freue mich, wenn ihr wieder mitlest und in den Kommentaren schreibt, wie euch der erste Post zum Thema "Zeig mir dein Oldenburg!" gefallen hat.

PS: Falls ihr selbst nun auch Lust bekommen habt, mir euren Stadtteil zu zeigen, schreibt mir gerne eine E-Mail oder eine Nachricht bei Instagram!

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