Spielplätze in Oldenburg (Innenstadt) // Der Spielplatzcheck

10.7.16

Solange man keine Kinder hat, fallen einem Spielplätze in der Umgebung nicht weiter auf (ich kannte vor Max auch nur den im Eversten Holz). Sobald die lieben Kleinen aber auf der Welt sind, verbringt man sehr (seeeehhhhr!) viel Zeit zwischen Rutschen und Wipptieren.

 Doch ein Spielplatz wird (wenn nicht den Kindern dann den Erwachsenen) schnell mal langweilig und man möchte was Neues entdecken. So ging es auch mir vor ein paar Monaten nachdem wir immer nur zwischen dem Spielplatz hinterm Theater und dem im Eversten Holz hin und her tingelten.

Es mussten dringend Ideen her, an welchen Orten der Lütte in der Innenstadt (wo wir nunmal wohnen) noch so spielen kann.

Fündig wurde ich auf der Homepage der Stadt, wo es eine Broschüre im PDF-Format gibt, in der jegliche Spielplätze verzeichnet sind, die es 2011 in Oldenburg gab (und wahrscheinlich heute noch gibt, es sind aber auch noch neue dazu gekommen).

Dann habe ich zusätzlich Freunde und Bekannte (und meine Instagram-Follower) gefragt, welche ihre Lieblingsspielplätze sind. Herausgekommen ist eine Liste, die Max (2) und ich in den letzten Wochen "abgearbeitet" haben, so dass wir euch nun sieben Spielplätze in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt vorstellen können.

Also haltet schon mal Schippe und Bagger bereit, hier kommt unser Spielplatzcheck:


1. Eversten Holz // Der Eine für alle






Fangen wir mal mit dem "alten Bekannten" an, an dem viele von euch bestimmt schon mal vorbeigejoggt, -geradelt oder -spaziert sind. Der Spielplatz im Eversten Holz erfreut sich (zu Recht) großer Beliebtheit und ist meistens sehr gut besucht - außer wenn wir dort sind, nämlich in der Woche vormittags, und/oder wenn das Wetter sehr unbeständig ist.

Doch gerade auf so einem großen Spielplatz muss auch ein bisschen Trubel herrschen, um den Spaßfaktor für die Kinder noch zu erhöhen. Das Schöne ist, dass durch die Verortung mitten im Wald der Spieltrieb auch nicht - wie bei anderen Spielplätzen - an der Sandkastengrenze aufhört. Hier ein Stock, da ein paar Bucheckern - die Natur wird aktiv in das Spiel der Kinder mit eingebaut. Und die Eltern können gemütlich am Rand sitzen und ein Pläuschchen halten.

Okay, wenn das Kind dann auf die andere Seite des Hügels rennt, muss man (je nach Alter) vielleicht doch irgendwann mal aufstehen und gucken, aber alles in allem können die Kinder und auch ihre Eltern den Spielplatzbesuch im Eversten Holz sehr genießen.

+ Größe
+ Spielgeräte für alle Altersstufen
+ viel Sand
+ in der Natur
+ (meistens) sehr sauber

- unübersichtlich (durch den Hügel)
- keine Korbschaukel für die Kleinen 
 

2. Cäcilienpark // Kleine Ruheinsel hinterm Theater



Unser zweiter "Stammspielplatz" ist der im Cäcilienpark, direkt auf der Rückseite des Staatstheaters. Aber entweder ist er vielen Oldenburger/innen noch unbekannt oder eher unbeliebt, denn richtig voll habe ich ihn noch nie erlebt. Wenns am Bekanntheitsgrad liegt, ließe sich das ja leicht ändern. Denn dass er unbeliebt sein soll, kann ich mir wirklich nicht vorstellen.

Also, wer von euch einen Spielplatz sucht, der schön angelegt ist, ruhig liegt und trotzdem zentral, dem sei dieser hier ans Herz gelegt. Und ich finde ihn gerade für die ganz Kleinen geeignet, da das Hauptspielgerät - ich nenn es mal "Kletterhaus" - nicht zu hoch und auch nicht zu schwierig zu besteigen ist. Drumherum können sogar schon die Krabbelkinder schön im Sand buddeln oder (mit Mama und Papa) wippen.

Durch die Kletterwand und den Sand-Seilzug dürfte es aber auch den etwas Älteren nicht sofort langweilig werden (und zur Not gibt es etwas abseits auch noch zwei Schaukeln). Die Eltern finden entweder wieder am Sandkastenrand eine Sitzgelegenheit oder auf der langen Bankreihe dahinter (die leider aber auch häufig von Jugendlichen genutzt wird und dementsprechend aussieht).

+ für viele Alterstufen geeignet
+ übersichtlich
+ moderne Gestaltung

- leider oft zu leer (bitte ändern!)
-  nicht immer so sauber (Müll&Zigarettenstummel)
- wieder keine Korbschaukel :( 
 

3. Am Hafen // Maritimes Spielen im Neubauviertel




Wer lange nicht mehr bis zum Ende der Hafenpromenade gelaufen ist, wird bestimmt seinen Augen nicht trauen. Denn dort ist in den letzten Jahren ein modernes Neubauviertel und Prestigeprojekt der Stadt entstanden. Und neben den chicen Lofts gibt es auch einen neuen Spielplatz, der vor allem durch sein Optik besticht.

Passend zur Hafennähe sind die Spielgeräte an das Thema Schiffahrt angelehnt. So können die Kinder am Bug des Spielschiffs auf einer kleinen Bank sitzen, durch Löcher gucken oder Sand schaufeln. In der Mitte gibt es einen Aussichtsturm (der aber für Max leider noch zu hoch ist) und ein Deck mit einem Steuer. Das Heck bildet eine große Rutsche. Am Hauptteil des "Schiffs" gibt es übrigens noch ganz viele Klettermöglichkeiten.

Alles in allem ist der Spielplatz am Hafen ein schöner, moderner Spielplatz, der die Phantasie der kleinen Seefahrer/innen anregt.

+ Gestaltung
+ durch "Sandbuddelstation" auch schon für ganz Kleine geeignet
+ schöne Kulisse

- auch wenig besucht (ändern!)

4. Waffenplatz // Gute Idee, schlecht umgesetzt



An einem Sonntagmorgen, nach einem EM-Spiel fuhren Max und ich los, um die verbleibenden Spielplätze auf unserer Liste zu erkunden. Wir radelten also durch die Innenstadt, durch eine mit Glasscherben bedeckte Wallstraße auf den neu gestalteten Waffenplatz zu. Der Waffenplatz hat sich ja auch gemausert, von der Schmuddelecke inklusive Pennertreff zu einem stylischen Qaurtier mit teurem Klamottenladen, hippem Burgergrill und demnächst noch Bio-Supermarkt.

Doch leider ist der ebenfalls neu entstandene Spielplatz eine absolute Fehlplanung. Wer hat sich das bitte ausgedacht? Drei halbherzige Spielgeräte (das dritte ist nicht im Bild, aber ich wusste auch gar nicht, wie es überhaupt funktioniert) auf Kiesgrund. Max fand die Lok zum Durchkriechen zwar ganz spannend, aber für ältere Kinder ist sie meiner Meinung nach nicht so interessant.

Es ist jedenfalls kein Spielplatz auf dem man verweilen und sich die Zeit vertreiben kann, sondern eher eine Möglichkeit, um die Kinder kurz beschäftigt zu halten, wenn man im angrenzenden Biergarten sitzt oder auf dem Weg in die Stadt ist.

+ moderne Optik

- Kies
- schmutzig (Zigarettenstummel&Müll)
- keine entspannte Atmosphäre (und keine Sitzgelegenheit für die Eltern) 
 

5. Milchstraße // Ein Naturidyll mitten in der Stadt





Nach diesem schlechten Spielplatz-Erlebnis, düsten wir schnell weiter auf der Suche nach etwas Besserem - und kamen ins Paradies.

Vom Spielplatz an der Milchstraße haben schon viele Freunde und Bekannte geschwärmt und ich war echt gespannt auf diesen allseits beliebten Ort. Doch meine Erwartungen wurden sogar noch übertroffen. Wenn man das grüne Schild an der Milchstraße nicht übersieht und dem angrenzenden Weg bis zum Ende folgt, könnte man meinen, man befindet sich auf einem Dorfspielplatz und nicht direkt zwischen Oldenburgs Hauptverkehrsadern.

 Doch eigentlich müsste ich euch erzählen, dass sich dieser Spielplatz überhaupt nicht lohnt und total überbewertet ist, damit wir dieses Paradies weiterhin für uns haben, aber ich will ja ehrlich zu euch sein. Ich wurde allerdings schon gewarnt, dass dort oft auch viel los ist. Man darf einfach nicht zu den Stoßzeiten hin gehen, sondern - wie wir - Sonntag morgens ;) Und dann hat man die Hühner, die neben dem Spielplatz wohnen, die Rutsche, das kleine Holzhaus, die Schaukeln und die Wasserpumpe einfach ganz für sich allein. Ein Traum.

+ Naturnah (Hühner, Apfelbäume, Baumstümpfe zum Sitzen und Spielen)
+ Wasserpumpe
+ ruhige, idyllische Lage

+/- sehr beliebt und wohl oft (zu?) gut besucht 
 

6. Nelkenstraße // Ein Klassiker mit schönen Extras





Auch wenns schwer fiel, mussten wir uns von dem wunderschönen Fleckchen Erde zwischen Milchstraße und Pferdemarktkreisel losreißen und weiter in die Nelkenstraßen ziehen. Dort erwartete uns ein waschechter Spielplatz, so wie ich ihn aus meiner eigenen Kindheit noch kenne. Diese Rot-Blau-Gelb-Kombi war in den Neunzigern wahrscheinlich der letzte Schrei. Max fiel der Unterschied zu den vorherigen, moderneren Spielplätzen gar nicht auf - was zeigt, dass es für die Kinder nicht das Neueste vom Neuen sein muss, wenn die Spielgeräte trotzdem noch in gutem Zustand sind (wie es in der Nelkenstraße der Fall ist) und zum Spielen und Turnen anregen.

+ Größe
+ viele Klettermöglichkeiten
+ Spielhaus, das etwas abseits liegt
+ ruhige Lage im Grünen

[- "älteres Semester"
- Schmierereien (wie aber an den meisten von uns getesteten Spielplätzen)] 
 

7. Wallschule // Klettern und Hüpfen am PFL




Nach diesem Test-Marathon mit ganzen drei Spielplätzen an einem Vormittag, wollten wir eigentlich nur noch nach Hause. Als wir aber durch die Peterstraße radelten und sahen, dass ein paar Kinder gegenüber vom PFL rumtollten, gesellten wir uns kurzerhand dazu. Denn endlich hatte Max ein paar Spielkameraden - auf den vorherigen Spielplätzen waren wir ja an diesem Morgen mutterseelenallein.

Die Spielgeräte in der Peterstraße gehören übrigens zur Wallschule und dürfen - so wie ich das verstanden habe - außerhalb der Schulzeiten von der Allgemeinheit genutzt werden. Das ist super, denn der erst vor Kurzem neu gestaltete Pausenhof bietet ganz viele Möglichkeiten zum Spielen und zum Toben. Am besten fanden Max und ich die versenkten Trampolins - tolle Idee! - und die Korbschaukel, die allerdings meistens belegt war.

+ außerhalb der Schulzeiten frei nutzbar
+ versenkte Trampolins
+ modern
+ viele Klettermöglichkeiten
+ große Wiese zum Toben
+ viele Bänke (für die Eltern)
+ Korbschaukel (juhuuuu!)

- eher für ältere Kinder (im Kindergarten-/Grundschulalter) geeignet


Fazit

So, das waren sie also, unsere sieben getesteten Spielplätze, die ihr, wenn ihr in der Innenstadt seid, bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen könnt.

Unser Favorit steht fest und muss nicht noch einmal genannt werden. Den zweiten Platz teilen sich unsere alten Bekannten, Eversten Holz und Cäcilienpark. Gleich danach kommt der Spielplatz am Hafen, gefolgt von dem in der Nelkenstraße und dem an der Wallschule. Der letzte Platz ist auch keine Überraschung mehr: die drei einfalls- und leblosen Spielgeräte am Waffenplatz...

Aber nun seid ihr dran! Stimmt ihr uns zu oder seid ihr vielleicht ganz anderer Meinung? Kanntet ihr die vorgestellten Spielplätze schon? Und welchen wollt ihr gleich mal selbst testen?

Schreibt mir eure Antworten bei Instagram oder einfach hier unten in die Kommentare!

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