World Press Photo 2015 // Ausstellung im Schlossmuseum

2.3.16

Jérôme Sessini, zweiter Preis in der Kategorie Spot News (Stories)

Was haben Valencia, Jakarta und Oldenburg gemeinsam?

Auf den ersten Blick nichts. Doch, eine Kleinigkeit, denn diese drei Städte zeigen von Mitte Februar bis Mitte März Fotos, die von der World Press Photo Foundation prämiert wurden.

Viele Menschen haben diese Fotos bereits gesehen oder werden sie noch sehen. Es sind große Bilder. Bilder, die man auf sich wirken lassen muss. Bilder, die eigentlich singulär stehen müssten und nicht an einer Wand mit ebenso großartigen und beeindrucken Fotos hängen dürften.
Man müsste sie von allem losgelöst betrachten können. Doch das kann man nicht. Vor allem auch, weil die Bilder hoch politisch und emotional sind. Man muss sie immer vor dem Hintergrund ihrer Entstehungsgeschichte "lesen".
Die Geschichten hinter den Bildern kann der Ausstellungsbesucher (sofern ihn die mikrige Schriftgröße nicht davon abhält) auf den Hinweistafeln neben den Fotografien finden (zusammen mit dem Namen der Fotografin/des Fotografen und der Gewinnerkategorie).


Lisa Krantz, dritter Preis in der Kategorie Portraits (Singles)

Das Interesse an der Ausstellung ist groß und sie ist gerade auch DER Publikumsmagnet des Landesmuseums. Gut für das Museum, etwas weniger für die Besucher. Denn leider halten einen die vielen Menschen, die sich an einem gewöhnlichen Mittwochnachmittag durch die vier Räume bewegen und sich um die einzelnen Bilder gruppieren, von einer intensiven und ungestörten Betrachtung ab. So kommt man auch nicht dazu, für sich selbst DAS eine Foto zu finden, das einen am meisten beeindruckt. Nichtsdestotrotz lohnt sich bei dieser Ausstellung aber auch ein schneller Blick.

Für die stille Betrachtung in den eigenen vier Wänden dürfen die Fotos übrigens abfotografiert werden oder man lässt sie noch einmal in Ruhe am heimischen Computer auf sich wirken (hier findet ihr die Kollektion von 2015).

Wenn man seinen Rundgang durch das Dachgeschoss des Oldenburger Schlosses beendet hat, kann man sich übrigens in das digitale Gästebuch eintragen. Denn statt sich wie gewöhnlich auf Papierseiten zu verewigen, lässt man sich hier selbst vor seinem Lieblingsbild (das man nun doch schnell auswählen muss) ablichten (und bekommt das Ergebnis auf Wunsch per E-Mail zugesendet).

Andy Rocchelli, zweiter Preis in der Kategorie Portraits (Stories)

Das Landesmuseum im Oldenburger Schloss zeigt die "World Press Photo 2015"-Ausstellung noch bis zum 13. März.
Eintrittspreise und Öffnungszeiten findet ihr hier.

Hinweis: Aufgrund des großen Interesses solltet ihr (falls möglich) typische Museumszeiten (wie Sonntagnachmittag) meiden und vielleicht Dienstagvormittag vorbei kommen, um euch dann auch in Ruhe "euer" World Press Photo 2015 auszusuchen.

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