Entertainerin Annie Heger // Oldenbürger/innen

28.11.18



Wenn ihr schon länger in Oldenburg wohnt, kann es gut sein, dass ihr Annie Heger schon mal über den Weg gelaufen seid. Nein, nicht auf der Straße, sondern auf Veranstaltungen! Denn Annie war wahrscheinlich schon auf allen Bühnen, die Oldenburg zu bieten hat: bei der Neubürgerbegrüßung im PFL, bei "Classic meets Pop" in der EWE-Arena, beim "PlattArt"-Festival an verschiedenen Veranstaltungsorten und beim Christopher Street Day in der Stadt (um nur ein paar Beispiele zu nennen).

Annie bei der "Nacht der Kleinen Künste" im Rahmen des CSD-Nordwest
© Piet Meyer


Die ostfriesische Frohnatur wird immer wieder gerne von Oldenburger Veranstaltern engagiert, um zu moderieren, zu singen oder zu tanzen. Hinzu kommen Auftritte in ihrer Funktion als ehrenamtliche Mitorganisatorin des CSD-Nordwest und als eine von drei Sängerinnen der Oldenburger Band "Sweet Sugar Swing".

Vielleicht habt ihr ihre Stimme aber auch schon im Radio gehört oder sie im Fernsehen gesehen. Ihr merkt schon, die liebe Annie ist wirklich eine kleine Berühmtheit und ist auch über die Grenzen Nordwestdeutschlands hinaus bekannt. Mit Kabarettprogrammen tourt sie durch ganz Deutschland, durfte die Darsteller des Films "Ostfriesisch für Anfänger" coachen und hat jetzt sogar ein Buch geschrieben! Da wird es doch höchste Zeit, dass ich euch die sympathische Frau, die ich schon eine Weile kenne, mal genauer vorstelle!

Als Moderatorin von "Classic meets Pop" in der EWE-Arena

© Peter Porikis
In ihrem Bühnenprogramm "Watt'n Skandaal!" und dem eben schon erwähnten Buch ("Dat harr blond so eenfach ween kunnt") erzählt die gebürtige Auricherin viele amüsante Geschichten aus ihrem Leben und wie es war, als schwarzhaariges Kind in Ostfriesland auf die Welt zu kommen. Wie die Titel schon vermuten lassen, spricht/schreibt Annie dabei Plattdeutsch. Eine Sprache, die sie von ihren Großeltern gelernt hat und durch die sie auch heute noch eine starke Verbindung zu ihrer Heimat hat. Mittlerweile seien "über 50 Prozent" ihres aktuellen Programms auf platt, der Rest auf Hochdeutsch. Ausschnitte ihrer Auftritte findet ihr auch bei Youtube und könnt euch da ein bisschen reinhören. Aber am besten erlebt ihr sie natürlich live (Termine: s.u.).


Sweet Sugar Swing beim Modeherbst 2013 in der Innenstadt

© Eva von Holt
Mittlerweile lebt die Künstlerin, zusammen mit der Musikerin und Kabarettistin Vanessa Maurischat, in Berlin. Die beiden sind privat und auf der Bühne ("Eine geht noch!") ein Paar und haben ihre eigene Künstleragentur gegründet. Obwohl Annie also meist super viel zu tun hat, kommt sie dennoch oft nach Oldenburg zurück. Zu Familienfeiern und Hochzeiten, zum Beispiel, und zu den eingangs genannten Veranstaltungen in unserer Stadt.

Annie mit Morgenmän Franky beim Geburtstag der Oldenburger Fußgängerzone 2017

©CC

Jeden Sommer gibt es in unserer Stadt ein sehr großes Event, das die Wahl-Berlinerin immer wieder zurückholt: der CSD-Nordwest.  Als Teil des ehrenamtlichen Teams organisiert, koordiniert und moderiert sie die Veranstaltung von Beginn an. "Der CSD-Nordwest ist immer wieder ein Highlight. Die Menschen in Oldenburg machen auch wirklich gut mit. Ich würde sagen, dass die meisten hier nicht nur tolerant, sondern akzeptant sind." Annie erzählt mir mit spürbarer Begeisterung, wie der CSD in den vergangenen Jahren gewachsen ist und welch große Unterstützung die Mitwirkenden von der Stadtverwaltung erfahren. "Aber im Moment", mahnt sie, "werden Menschen, die eine bunte Gesellschaft ablehnen, immer lauter. Dagegen sollten sich alle Oldenburger/innen stellen!"

Bringen den Swing nach Oldenburg: "Sweet Sugar Swing" (v.l.: Tina, Annie und Mary)

© Mario Dirks
Ihre vielen Aufgaben, die der Künstlerin in den Medien schon mehrfach den Titel "Tausendsassa" eingebracht haben, fasst die Ostfriesin unter dem Beruf "Entertainerin" zusammen. Aber wie schafft sie das alles eigentlich? "Manchmal ist es schon stressig, alles einzuhalten und umzusetzen", gibt sie zu. "Im Moment habe ich ein Büro auf Schienen." Und so postet Annie in ihren Instagram-Stories auch mal ihre Wünsche für die Speisekarte im Bordrestaurant der Deutschen Bahn.

Die viele Arbeit kommt natürlich dadurch zustande, dass die norddeutsche Entertainerin deutschlandweit gefragt ist, aber auch dadurch, dass sich aus einem Projekt oft etwas neues ergibt. "Viele Sachen habe ich selbst gar nicht geplant, zum Beispiel aus meinen Kolumnen für den NDR ein Buch zu machen. Dann kommen einfach Anfragen und wenn ich die Idee gut finde, mache ich es."

Ob bei so viel Arbeit und Pendelei überhaupt Zeit für ein Hobby bleibt, frage ich meine Interviewpartnerin. Sie schaut mich ein bisschen traurig an und sagt: "Ich sehne mich nach einem Hobby! Wenn ich Zeit hätte, würde ich gerne reiten, "Die drei ???" hören oder ein Bild malen. Oder Lesen! Und das ohne sich den Text dabei merken zu müssen!!"

Annie und Thomas Sieverding bei der "Nacht der Kleinen Künste" im Rahmen des CSD-Nordwest
© Piet Meyer

Wenn ihr Annie in einer ihrer vielen "Rollen" gerne einmal live erleben möchtet, habt ihr an folgenden Terminen die Möglichkeit dazu:

29.11.18 OL / Weihnachtliches Mitsingkonzert / Garnisonkirche / EINTRITT FREI!

16.12.18 OL / Staatstheater / Sweet Sugar Swing / Swingin' Santa


07.02.19 VAREL / Kulturbahnhof / Heger & Maurischat: Eine geht noch!


02.03.19 WILDESHAUSEN / Kreisjugendmusikschule / WATT'N SKANDAAL!


08./09.03.19 OL / EWE-Arena / Moderation: Classic meets Pop


22.-31.03.19 PLATTart Festival

Das könnte dir auch gefallen

1 Kommentare

  1. Ach, die liebe Annie! Durfte sie damals kennenlernen, als ich selbst ehrenamtlich beim CSD Oldenburg mitgearbeitet habe. So eine Frohnatur :)

    AntwortenLöschen

Inhalt

Die Inhalte meines Blogs sind, soweit nicht anders angegeben, mein Eigentum. Sie dürfen ohne schriftliche Zustimmung nicht kopiert oder anderweitig genutzt werden.

Impressum & Datenschutz